Geschichte

Gründung und Geschäftssitz

Im Dezember 1990 wird Air Service Berlin als „Ruppiner Air Service“ von den Piloten Frank Hellberg und Steffen Wardin am Flugplatz Fehrbellin gegründet. Das Unternehmen wechselt im Jahr 2000 an den Flughafen Tempelhof, mit dem neuen Namen „Air Service Berlin CFH GmbH“. Nach Schließung Tempelhofs 2008 wird ein eigenes Terminal am Flughafen Schönefeld eröffnet, welches bis 2014 Sitz der Firma ist. Heute befindet sich die Geschäftszentrale direkt auf dem Gelände des Flughafens Berlin-Schönefeld und in der Mitte Berlins – am Weltballon.

Verkehrsüberwachung

Mit der Verkehrsüberwachung für den Radiosender Antenne Brandenburg wird 1991 ein Erfolgsprodukt entwickelt. Zum ersten Mal moderieren Piloten die Verkehrssendungen. Dies ist zu dieser Zeit einmalig in Deutschland. Heute arbeitet das Unternehmen mit Berlins erfolgreichsten Radiosendern, 104.6 RTL und Spreeradio zusammen. Die Morningshows der Sender wurden unter anderem mehrfach mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet.

Wasserflugzeug

Im Herbst 1997 holt Air Service Berlin ein Wasserflugzeug aus Schweden in die deutsche Hauptstadt und nimmt für 19 Jahre den touristischen Flugbetrieb auf der Spree auf. Auch dies ist, mitten in einer so engen, großen Stadt einmalig. 2016 wird die Verkehrsdichte auf dem Teil der Spree, wo das Rote Wasserflugzeug täglich startet, dann zu hoch. Ein sicheres Starten und Landen ist nicht mehr möglich und so stellt die Firma schweren Herzens am Ende der Saison 2016 den Wasserflugbetrieb ein. Ein Wahrzeichen Berlins verschwindet.

Größter Fesselballon der Welt

Nach langen schwierigen Vorbereitungen, steigt im Frühjahr 2000 zum ersten Mal der „Hi-Flyer“, der weltweit größte Fesselballon, in den Berliner Himmel. Zuerst als Sat.1-Ballon am Potsdamer Platz. Mit dem Standortwechsel 2006 wechselt auch der Sponsor. Die Zeitung „DIE WELT“ ist von nun an Partner des Berlin Hi-Flyer als WELT-Ballon. Der neue Standort befindet sich gleich neben dem Checkpoint Charlie. Die Ballonstation in Berlin gehört zu den weltweit erfolgreichsten Fesselballonstationen und ist gleichzeitig die spektakulärste Aussichtsplattform der Stadt.

Rosinenbomber

2001 bringt Air Service Berlin einen Rosinenbomber C-47 in die Hauptstadt. Nach kürzester Zeit entwickelt sich das Unternehmen mit diesem einzigartigen Flugerlebnis zum größten Eventluftfahrtunternehmen Europas. Die Geschichte der Luftbrücke wird wieder lebendig und zieht Tausende Gäste in Ihren Bann. 2010 wird die Maschine nach einer Notlandung am Flughafen Berlin-Schönfeld stark beschädigt und verliert ihre Lufttüchtigkeit. Der Rosinenbomber sollte geplant vom Förderverein „Rosinenbomber e.V.“ mit Spendengeldern wieder aufgebaut werden. Auch die Mitarbeiter Air Service Berlins engagierten sich ehrenamtlich in diesem Verein. Im Jahr 2019 musste das Projekt leider eingestellt werden, da eine Änderung im Gesetz keine Flüge mehr zugelassen hätte. Ein weiteres Wahrzeichen Berlins verschwindet

Hubschrauber/Helikopter

2002 beginnt Air Service Berlin mit Helikopterflügen über Berlin und erweitert sein AOC um diese Lizenz. Neben touristischen Rundflügen werden die Maschinen für Filmflüge und als Business-Shuttle eingesetzt. Inzwischen erleben jährlich mehr als 7000 Gäste den atemberaubenden Blick auf die Stadt und das spektakuläre Gefühl, mit einem Helikopter zu fliegen. Unsere Piloten verfügen über langjährige Filmflugerfahrung, die bundesweit bekannt ist. Nicht selten sieht man unsere roten Flieger in Reportagen und Kinofilmen. Seit 2017 wird der Schwerpunkt bei Helikopterflügen immer mehr auf den touristischen Bereich gelegt.

Piloten

Air Service Berlin beschäftigt die Piloten mit den meisten Flugerfahrungen über Berlin. Das Unternehmen definiert sich über Qualität von Spezialprodukten, die eigenständig oder mit Partnern wie die DLR oder anderen Wirtschaftspartnern entwickelt werden. Diese werden von uns als Endprodukt an den Markt gebracht. Dabei ist die Flugstunde ein wichtiger Teil, aber selten das Endprodukt. Vielmehr wird das Fliegen mit anderen Elementen zu einer Gesamtshow gekoppelt. Mit dieser Strategie ist Air Service Berlin zum erfolgreichsten Event- und Spezial-Luftfahrunternehmen geworden.

Technisches

Das Luftfahrzeug C 172  / D-EOXO, unsere rote Maschine für die Verkehrsüberwachung, wurde mit einem neuen Triebwerk und Luftschraubensystem ausgerüstet. Ziel war es die Maschine effizienter und leiser zu machen.  Die Überwachungsmaschine ist das Flugzeug mit den meisten Flugstunden über Berlin. Mehr als 10.000 Flugstunden sind es bis heute und davon 95 % im Berliner Luftraum.

Der Fesselballon in der Mitte Berlins erhielt 2015 ein komplett neues technisches System und eine der modernsten Ballonhüllen. Neue Materialien und Produktionsabläufe bringen Brillanz in die vollständig bedruckte Hülle, die nun auch in der Nacht über Berlin leuchtet.

Bannerwerbung

Air Service Berlin bietet auf seinem Fesselballon Bannerwerbung für externe Firmen, Verbände, Gesellschaften an. Große Aufmerksamkeit erlangten beispielsweise die Banner von Samsung, Aktion Mensch, oder dem Verband ISMN e.V.

Das Event und Spezial Luftfahrtunternehmen

Das Luftfahrunternehmen Air Service Berlin arbeitet nach den Regeln des europäischen Luftrechts mit der Lizenznummer AOC 362 EG. Wir unterliegen der Kontrolle des Luftfahrt-Bundesamtes. Mit unserer Luftfahrzeugflotte befördern wir die meisten Passagiere im Veranstaltungs- und Rundflugbereich, damit sind wir der größte Anbieter von Eventflügen in Deutschland.

In der Verkehrsüberwachung, mit Spezialaufträgen für Film- und Fernsehen, ist das Unternehmen Markt führend in Berlin und Brandenburg.

Geschäftsfelder

Verkehrsüberwachung und Produktion von Verkehrsnachrichten
Touristische Rundflüge
Fesselballon (Weltballon)
Event-Charterflüge
Spezialaufträge / Film

Film- und Fotoflug

Foto und Luftbilder
Ballonwerbung

Unsere Luftfahrzeuge

Helikopter

Helikopter D-HERZ EC130

Berlin Hi-Flyer

Model: Fesselballon „WELT-Ballon“
Kennung: D-OCUL

Verkehrsüberwachung

Model: Cessna C 172
Kennung: D-EOXO

Heli-300x218@2x
weltballon-02
cessna-c-172

Unsere Piloten

Filmflug-Pilot Klaus Bobzien

Ein Blick zu den Gästen an Bord zeigt: „alles okay, ich hab das schon tausendmal gemacht“. Und schon hebt der Heli Richtung Berliner City ab. Bobzien fliegt seit mehr als dreißig Jahren Helikopter. Vom Lasthubschrauber Mi-8 bis zum wendigen H 300 reicht seine fliegerische Palette. Auf die Frage welche Maschine ihm am besten gefallen hat, sagt der passionierte Pilot: „Die Mi-8 mit ihren 12 Tonnen war schon ein richtiger Hubschrauber, das andere ist nur Spielzeug, macht aber auch Spaß“. Mit dem Helikopter fliegen im Jahr 1980 begann auch die Filmflugkarriere für ihn. Ob er als Komparse die Maschine am Set bewegt oder für die BBC einen Auftrag in Polen erledigt. Er ist das, was man für diesen Job braucht: konzentriert, gelassen und hoch professionell. Gerade deshalb ist der gefragteste Filmflugpilot über Berlin. Seit 2007 ist Klaus Bobzien Flugbetriebsleiter im Unternehmen Air Service Berlin und Chefpilot. Das bringt viel administrative Arbeit mit sich und deshalb sind seine Tage oft auch mit Antragsverfahren, Dokumentenstudium oder Schulungsvorbereitung für die Besatzungen gefüllt. Doch am wohlsten fühlt er sich mit seiner roten AS 350B in 600 Metern über Berlin und dann sieht man auch wieder das verschmitzte Lächeln hinter der Pilotenbrille!

Geschäftsführer und Pilot Steffen Wardin

Von Anfang an bildete der Schwerpunkt seiner Tätigkeit die Wartung und Instandhaltung der Luftfahrzeuge und sonstiger im Rahmen des Unternehmens benötigter Technik. 1997 übernahm er die Funktion des Technischen Betriebsleiters und wurde 1998 zum Geschäftsführer berufen. Neben seiner Geschäftsführer-Tätigkeit fliegt er für Projekte das Verkehrsüberwachungs-Flugzeug und das Wasserflugzeug. Im Jahr 2000 realisierte er die erste ganzheitliche Bemalung des weltgrößten Fesselballons und entwickelte später erfolgreiche Verfahren zur zerstörungsfreien Farbentfernung und Neubemalung des derzeit betriebenen „Weltballons“ in der Nähe des „Checkpoint Charlie“ in Berlin-Mitte. Federführend war er für die technische und rechtliche Zulassung des „Rosinenbombers“ ab 2001 verantwortlich. Seit 2006 ist er neben seiner Geschäftsführertätigkeit Leiter der CAMO und fliegt im Unternehmen alles was Flügel hat. Zusätzlich engagiert sich Wardin im Vorstand des Fördervereins Rosinenbomber e. V. und ist hier verantwortlich für die technische Realisierung des Wiederaufbaus des 2010 notgelandeten Rosinenbombers.

„Commander“ Frank Hellberg

Im Tiefflug über die Felder, bis zu 80 Starts und Landungen am Tag – das schulte die Piloten aufs Härteste. Hier lernten die Agrarflieger noch das handwerkliche Fliegen, ohne Spezialinstrumente oder gar einen Autopiloten. Als dann 1989 die Mauer fiel, und er zufällig einige Male über dem Berliner Ring und der Stadtautobahn kreiste, war die Mission klar: die Verkehrsnachrichten aus der Luft in die Autoradios bringen – das wär’s doch – oder?! Kurz entschlossen stellte er seine Idee einer Radioredaktion vor. Ein Flugzeug besaß er schon, fliegen konnte er auch. Nur die Moderation musste er noch lernen. Der Probeversuch kurze Zeit später wurde ein glatter Erfolg. Der Job des fliegenden Staumoderators war geboren und brachte ihm nebenbei auch noch die in Berlin bekannte Bezeichnung „Commander Frank“ ein. Begonnen wurde das Experiment bei Antenne Brandenburg. Es folgten große Radiosender wie z.B. 104.6 RTL und der Berliner Rundfunk 91.4! Inzwischen hat er eine eigene kleine fliegende Radio-Crew ausgebildet, die als einzige in dem anstrengenden Luftraum Berlins zwischen zwei Towern gleichzeitig fliegen und im Minuten-Wechsel für 2 Sender moderieren. Doch dies war nur der Anfang. Als Geschäftsführer der Air Service Berlin CFH GmbH hat sich Hellberg dem touristischen Fliegen verschrieben. Die Berliner und ihre Gäste sollen die Weltmetropole von oben erleben können! Ob mit dem Wasserflugzeug, dem Helikopter, einem riesigen Doppeldecker, dem weltgrößten Fesselballon oder bald wieder auch mit dem beliebten Rosinen-bomber – die Hauptstadt hebt gern ab – mit Commander Frank Hellberg und seiner Crew! Nebenher berät und betreut Hellberg Forschungs- und Verkehrsprojekte, touristische Flug- Projekte, Foto-, Film- und Medienprojekte in Deutschland und Europa.